Die Wahrheit der Bibel ist prüfbar.

Gott erwartet keinen blinden Glauben, sondern er gibt uns überzeugende Prüfmaßstäbe, die uns zur Erkenntnis der Wahrheit verhelfen:

1. Prüfung am Leben:
Jesus lehrt die Prüfbarkeit des Wortes, indem wir es in unserem Leben anwenden: »Meine Lehre ist nicht mein, sondern des, der mich gesandt hat. Wenn jemand will des Willen tun, der wird inne werden, ob diese Lehre von Gott sei, oder ob ich von mir selber rede« (Joh 7,16-17).

2. Prüfung an der eigenen Freiheit:
Jesus lehrt, dass die Anwendung eines irrenden Systems knechtet (Ideologien und Sektensysteme versklaven den Menschen), die Umsetzung seiner Gedanken hingegen befreit: »Wenn ihr bleiben werdet an meiner Rede, so seid ihr in Wahrheit meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen« (Joh 8,31-32).

3. Prüfung durch Annahme:
Wie der Geschmack einer Apfelsine nur durch Probieren kennenzulernen ist, so wird die Wahrheit der Bibel durch Lesen und Annehmen offenbar. Diskussion oder Disputation können intensives Bibelstudium nicht ersetzen. Die Beröer handelten vorbildlich: »Diese waren besser als die zu Thessalonich; die nahmen das Wort ganz willig auf und forschten täglich in der Schrift, ob sich’s so verhielte« (Apg 17,11).

4.
 Prüfung am Ergebnis:
Wer sich stets nach Gottes Wort richtet und den Anweisungen gehorsam ist, dessen Leben wird deutlich sichtbar gelingen (siehe auch Frage FB2): »Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, auf dass du haltest und tuest allerdinge nach dem, was darin geschrieben steht. Alsdann wird es dir gelingen in allem, was du tust, und wirst weise handeln können« (Jos 1,8).

5. Prüfung als Predigthörer:
Eine besondere Verheißung hat Gott auf das Hören biblischer Predigt gelegt. Wer mit offenem Herzen Gottes Wort hört, wird zum Glauben kommen: »So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi« (Röm 10,17).

6.
 Prüfung am eigenen sündigen Wesen:
Wohl nirgends in der Bibel finden wir uns in unserer Existenz so echt angesprochen, als wenn es um unser sündhaftes Wesen geht. Wer hier vor sich ehrlich bleibt, der erkennt die Wahrheit der Bibel an der uns gegebenen persönlichen Diagnose: »Denn es ist hier kein Unterschied: Sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten« (Röm 3,22-23). Man trifft wohl nie einen Menschen, der das Wort aus 1. Johannes 1,8 als für ihn nicht zutreffend abweist: »Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.«

Anmerkung:
Es fällt auf, dass sich die Wahrheit der Bibel nur dem gehorsam Handelnden erschließt. Wer nur rein intellektuell und losgelöst von der eigenen Person mit der Bibel umgeht, der findet keinen Zugang (1Kor 1,19). So können mathematisch überzeugende Rechnungen (siehe Frage FB1) zwar eine Hilfe sein, aber der Schritt zum Glauben bleibt eine individuelle Entscheidung. Die Zusagen Gottes können
nur im Glauben angenommen oder im Unglauben abgewiesen werden.

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