MRT – Angst überwinden

MRT – Foltermaschine überlebt 😉

Mein HNO hat mich im Januar zum MRT geschickt. Ich hatte schon immer ein mulmiges Gefühl in Tunneln und mag auch keine geschlossenen Türen, wenn ich alleine in einem Raum bin. Zum MRT war ich auch schon, aber da hat man mich mit den Beinen zuerst hinein geschoben.

Ich ging also nichtsahnend und guter Dinge zum MRT meiner Halswirbelsäule. Man legte mir ein Gestell um den Kopf herum mit einem Spiegel, Kopfhörer auf den Kopf und eine Klingel in die Hand. Ich war immer noch guter Dinge……bis man mich in die Röhre schob, mit dem Kopf zuerst. Die Panikattacke kam über mich aus heiterem Himmel. Ich konnte mich nicht wehren gegen diese Reaktion meines Körpers. In meinem Kopf gab es nur einen Gedanken, ein Wort….SARG….Ich drückte auf die Klingel und man holte mich auch sofort heraus. Mein Herz raste, ich zitterte wie Espenlaub und das hielt noch an, da war ich längst wieder daheim.

Früher habe ich solche Berichte über Menschen mit Panikattacken immer belächelt. Hielt sie für schwach, meinte man könnte das mit gesundem Menschenverstand und Selbstbeherrschung überwinden. Ich war erschüttert, dass mir nun auch so etwas passiert war….konnte mich selbst nicht verstehen.

Mein zweiter Versuch mit dem Folterinstrument

Ich bekam einen neuen Termin, man wollte mir das nächste Mal Diazepam spritzen, und mich damit sedieren. Nachdem ich mich über die Wirkung von diesem Mittel  im Internet informiert hatte, war ich mir sicher: Entweder du schaffst diese Untersuchung ohne dieses Mittel, oder du lässt es ganz sein.

Mutig ging ich zu dem nächsten Termin. Ich war mir sicher, diesmal keine Angst zu haben. Ich war doch nicht verrückt, konnte auch nicht verstehen, warum ich überhaupt eine Panikattacke hatte. Ich wußte doch, dass nichts passieren konnte und die Röhre hinten und vorne geöffnet war und überhaupt war ich mir sicher, dass mir so etwas nie wieder passieren konnte, ich hatte doch einen gesunden Menschenverstand…….bis ich wieder auf der Bahre lag.

Mein Blick nach oben reichte und diese übermächtigen Gefühle kamen über mich…..Was machen? Die Schwester hatte gesagt, ich soll die Augen geschlossen halten, sie erinnerte sich an das letzte Mal  und wunderte sich, dass ich es nochmal ohne die Spritze probieren wollte. Ich wollte nicht schwach sein, ich habe so viel schlimmes in meinem Leben überstanden, da durfte mich so eine Maschine nicht klein kriegen.

Ich habe also die ganzen 20 Min. kein Auge geöffnet und ich habe den Rat meiner Mutter befolgt: „Bete, Gott hat dir immer geholfen.“ Ich habe gebetet, die ganze Zeit und habe Kirchenlieder gesungen, an die ich mich spontan erinnert habe. Ich bat Gott, dass er die Zeit ganz schnell vorbei gehen lassen soll. Ein Bibelvers kam mir in den Sinn:

HERR, du machst die Finsternis um mich hell, du gibst mir strahlendes Licht.
Mit dir kann ich die Feinde angreifen; mit dir, mein Gott, kann ich über Mauern springen.
Was für ein Gott! Sein Handeln ist vollkommen, und was er sagt, ist durch und durch wahr. Er beschützt alle, die zu ihm flüchten.

Psalm 18, 29-31

Was soll ich sagen, meine Spannung löste sich nach einiger Zeit, mein Herz hörte auf zu klopfen, die Zeit verging wie  im Flug….und….ich lebe noch!!  Ich habe es geschafft, mit meinem Gott habe ich die Mauer überwunden, danke lieber Gott!!

Quelle der Bibelverse:
Bibel-Server

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das:
Zur Werkzeugleiste springen