Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens

 

Das folgende Gebet hat für mich eine besondere Bedeutung.

Ich war Anfang 20 und hatte mich gerade von meinem 1. Ehemann getrennt. Das war eine sehr schlimme Zeit für mich. Ich verleugnete damals die Existenz Gottes. Zu viel Schlimmes habe ich meiner damaligen Meinung nach erlebt….

Ich habe in anderen Artikeln schon ausführlich darüber erzählt und will es hier nur kurz erwähnen. Ich war 12 Jahre alt, als mein Vater an einem bösartigen Hirntumor erkrankte. Als ich 15 war ist er nach einem langem Leiden verstorben. Völlig aus der Bahn geworfen habe ich mit 18 Jahren das erste mal geheiratet. Nach 2 Jahren wieder getrennt, nach 4 Jahren geschieden.

Ich habe damals immer zu jedem gesagt:“Würde es einen Gott geben, dann hätte er mir nicht meinen Vater genommen.“

In meinem tiefsten Innern aber haderte ich mit Gott und wollte ihn wohl irgendwie mit diesen harten Worten bestrafen.

Aber Gottes Liebe ist viel größer. Das folgende Gebet von Franz Assisi hatte eine Freundin an der Wand hängen, sie bekam es zur Konfirmation.

Gott sprach mir mitten ins Herz mit diesen Worten. Sie trafen mich ins innerste Mark und ich fühlte etwas in mir, das ich nie zuvor kannte. Heute weiß ich, es war Gottes Liebe die ich spürte:

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

Amen

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