Wo wird meine Seele nach dem Sterben meines Körpers sein

Meine Seele nach dem Sterben meines Körpers

Die Bibel lehrt eindeutig, dass die Seele nicht stirbt, auch nicht nach dem biologischen Tod

Mt 10,28;

Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen;
fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als auch Leib zu verderben vermag in der Hölle!

Lk 16,19-31;

Vom reichen Mann und armen Lazarus
Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alleTage herrlich und in Freuden. Ein Armer aber mit Namen Lazarus lag vor seiner Tür, der war voll von Geschwüren und begehrte sich zu sättigen von dem, was von des Reichen Tisch fiel, doch kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren. Es begab sich aber, dass der Armestarb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben.

Als er nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sahAbraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief und sprach: Vater Abraham,erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser taucheund kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abraham aber sprach:

Gedenke, Kind, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun wird er hier getröstet, du aber leidest Pein. Und in all dem besteht zwischen uns und euch eine große Kluft, dass niemand, der von hier zu euch hinüberwill, dorthin kommen kann und auch niemand von dort zu uns herüber. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn sendest in meines Vaters Haus; denn ich habe noch fünf Brüder, die soll er warnen, damit sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. Abraham aber sprach: Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören.

Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun. Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde.

Joh 11,25+26

Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du das?

Phil 1,21-24;

Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn. Wenn
ich aber weiterleben soll im Fleisch, so dient mir das dazu, mehr Frucht zu schaffen; und so weiß ich nicht, was ich wählen soll. Denn es setzt mir beides hart zu: Ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre; aber es ist nötiger, im Fleisch zu bleiben um euretwillen.

Offb 6,9-11

Als das Lamm das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen aller, die hingeschlachtet worden waren wegen des Wortes Gottes und wegen des Zeugnisses, das sie abgelegt hatten. Sie riefen mit lauter Stimme und sagten: Wie lange zögerst du noch, Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, Gericht zu halten und unser Blut an den Bewohnern der Erde zu rächen?

Da wurde jedem von ihnen ein weißes Gewand gegeben; und ihnen wurde gesagt, sie sollten noch kurze Zeit ruhen, bis die volle Zahl erreicht sei durch den Tod ihrer Mitknechte und Brüder, die noch getötet werden müssten wie sie.

Der Körper stirbt, die Seele lebt weiter

Diese Bibelworte weisen eindeutig darauf hin, dass der Mensch stirbt, seine Seele aber weiter lebt oder wie Paulus es sagt: „Beim Herrn ist.“ Er schreibt:

2.Kor 5,7+8

Solange wir im Leibe wohnen, weilen wir fern von
dem Herrn; denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen. Wir sind aber getrost und begehren sehr, den Leib zu verlassen und daheim zu sein bei dem Herrn.

Um auf die Frage zurückzukommen, was eigentlich im Augenblick des biologischen Todes geschieht, können wir sagen, dass Geist und Körper in eine andere Form des Seins übergehen. Der Körper gelangt in die Erde und zerfällt dort .

Die Heilige Schrift (Bibel) lehrt eindeutig, dass mit dem Eintreten des Todes der menschliche Geist die Sphäre der materiellen Welt sofort verlässt und an einen bestimmten Ort gelangt. Man muss allerdings sagen, dass es sowohl ein Ort als auch ein Zustand ist. Dieser Ort und Zustand kommt in der Bibel unter mehreren Bezeichnungen vor. In der von Jesus in Lk 16 erzählten Geschichte gelangt der Geist des armen Lazarus zu Abraham in den Himmel. Einer der zusammen mit Jesus gekreuzigten Übeltäter bittet, dass seine Seele in das Königreich von Jesus gelangen kann. Und Jesus sagte zu ihm: „Du wirst noch heute mit mir im Paradies sein”. Apostel Paulus sagt, dass er sich auf den Weg zum Herrn vorbereitet (vgl. Phil 1,23, 2Kor 5,7). Der Märtyrer Stephanus bittet, dass der Herr Jesus seinen Geist aufnehmen soll:

Apg 7,59-60

Und sie steinigten den Stephanus, der betete und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!
Und niederkniend rief er mit lauter Stimme: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu! Und als er dies gesagt hatte, entschlief er.

Die Trennung von Körper und Geist erfolgte auch bei Jesus selbst, als er seinen Geist in Gottes Hände legte

Lk 23,46.

Und Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er.

Himmel und Hölle

Die verschiedenen Bezeichnungen – Abraham im Himmel, Paradies, Königreich Jesu – bedeuten den gleichen Ort und Zustand, wohin die Seele nach dem Tod in die glückliche Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus Christus gelangt.

Die Bezeichnung des anderen Ortes, an den die Seele eines Menschen gelangen kann, lautet „Hölle“ (vgl. Mt 25,46; Lk 16,23; Offb 14,10). Die Hölle ist Ort und Zustand der Seelen, die nicht bei Gott sein dürfen.

Wenn die Bibel sagt, dass der Zustand der Seele nach dem Tod an einen Ort gebunden ist, und zwar an den von Gott bestimmten Ort, bedeutet das, dass die Seele diesen Ort nicht verlassen kann. Weder die beim Herrn befindlichen Seelen, noch die in die Hölle gelangten Seelen können ihren Ort wieder verlassen (vgl. Lk 16,26; Offb 20,13). Die Seelen können nicht zurückkommen, sie können nicht im Weltraum herumwandern, nicht in andere Menschen oder in andere Lebewesen gehen. Die Seele bezeichnet das Wesen des Menschen ohne die Materie. Als solche einzigartige Schöpfung Gottes verfügt sie über ein nicht auflösbares und nicht austauschbares Ich-Bewusstsein.

Keine Verbindung zwischen den Seelen und den Menschen auf der Erde

Die Seele des Menschen kann also nach dem Tod nicht mit den auf der Erde Lebenden in Verbindung treten, es gibt keinen Übergang zwischen den beiden Formen des Seins. Die Seele eines Verstorbenen hat auch keine Möglichkeit, irgendwo zu erscheinen, irgendeine Vermittlerrolle zu übernehmen oder uns als Schutzengel zu begleiten. Weder aus dem Himmel noch aus der Hölle kann sie Ausgang erhalten, um etwa auf Friedhöfen anwesend zu sein oder den Lebenden Zeichen zu geben.

Dass keinerlei Verbindung mit den bereits Verstorbenen möglich ist, lehrt die Bibel so ausdrücklich, dass diejenigen, die trotzdem mit den Verstorbenen in Verbindung treten wollen und von ihnen Informationen verlangen, mit sehr schweren Sanktionen rechnen müssen.

Gemäß 5.Mos 18,11 ist derjenige, der die Verbindung mit den Verstorbenen sucht und sich von ihnen Auskunft holt, dem Herrn zuwider. 1.Chr 10,13-14 spricht darüber, dass Gott König Saul mit dem Tode bestrafte, weil er in Endor die Seele des toten Samuel beschwören wollte. Wir wissen auch, warum Gott den Versuch der Kontaktaufnahme mit den Verstorbenen so schwer sanktioniert. Nicht nur darum, weil kein einziger Erdenmensch dazu eine Möglichkeit hat, sondern auch darum, weil in derartigen Fällen nicht die Seele des Verstorbenen erscheint, sondern Dämonen reden und dabei die verstorbene Person vortäuschen. Weil die bösen Geister Feinde Gottes und des Menschen sind, leiden viele Opfer des Spiritismus an Psychosen oder Neurosen, was verdeutlicht, welche Kräfte hier am Werk sind.

Wenn jemand authentische Informationen über den Tod oder die Welt jenseits des Todes sucht, empfehlen wir, die sich darauf beziehenden Teile der Bibel zu studieren, weil hier die wahren Informationen zu finden sind. Wenn jemand einen Rat braucht, soll er im Gebet Gott, der ein allwissender und weiser Gott ist, um Rat bitten und nicht versuchen, bei Verstorbenen Auskunft zu bekommen. Wer die Wahrheit über den körperlichen Tod kennen möchte, kann aus der Bibel erfahren, dass der Tod keine natürliche Folge des Lebens ist und auch nicht als logisches Naturgesetz bezeichnet werden kann, mit dem man sich abfinden muss.

Viele sagen: „Beruhige dich, einmal müssen wir alle sterben, weil das ein Gesetz der Natur ist“. Nach der Bibel aber ist der Tod eine Strafe, Gottes Urteil über die Sünde. So lesen wir in Röm 6,23: „Der Lohn der Sünde ist der Tod”. Der Tod ist die Strafe für die Sünde. Der Tod erinnert jeden Menschen immer wieder daran, dass auch sein eigenes Leben nicht in seiner Hand liegt. Über uns verfügt ein Anderer: Es ist der, vor dem in der Minute des Todes jeder stehen muss, um Rechenschaft abzulegen.

Wie stehe ich in der Stunde meines Todes vor dem Angesicht Gottes?

Die wichtigste Frage des Todes ist also nicht, wo die Seelen der Verstorbenen sind oder ob sie mit uns sprechen können oder nicht. Die wirkliche Frage lautet: Wie stehe ich in der Stunde meines Todes vor dem Angesicht des lebendigen Gottes? Im Gericht vor Gottes Angesicht wird jede andere Sorge der Seele größer sein als die, was mit den zurückgebliebenen Angehörigen ist.

Gleichzeitig teilt die Bibel uns die befreiende frohe Botschaft mit, dass Jesus Christus für die an ihn Glaubenden den ewigen Tod erlitten hat (Röm 5,8-9). Die Gläubigen werden im Gericht nicht verurteilt und darum wird der Tod für sie ein Gewinn sein. Phil 1,21: „Denn das Leben ist für mich Christus, und das Sterben Gewinn”. Der Tod ist für die Christus-Gläubigen eine Heimkehr. Im himmlischen Zuhause jedoch wird unser Interesse und alle Liebe unseres Herzens auf Jesus Christus gerichtet sein. Ihn werden wir bewundern und anbeten. Die irdischen Verbindungen werden von der Freude und dem Frieden der Verbindung mit Christus abgelöst.

Wenn Christen trauern

Wie sollte also ein Christ trauern? Wenn wir so fragen, betrachten wir den Tod aus der Sicht der Hinterbliebenen. Auch für den christlichen Menschen ist es schmerzhaft, von seinen Lieben getrennt zu werden, wenn diese sterben. Auch die Menschen der biblischen Zeit hatten ihre Verstorbenen beweint und getrauert. Zur Trauer gehörte auch, dass sie ihre Lieben begruben und deren Gräber pflegten. Aber ihre Trauer und die Pflege der Gräber drückten ihren Glauben an die Auferstehung aus. Ihre Toten sprachen sie niemals an oder unterhielten sich nicht mit ihnen, weil sie fest daran glaubten, dass der Geist ihrer Verstorbenen beim Herrn ist. Die Friedhöfe der Christen spiegelten den Glauben an die Auferstehung wider und zeugten nicht vom Schmerz des Verscheidens.

Den beigesetzten Körper gaben Christen nicht der Natur zurück. Sie betrachteten ihn auch nicht als Quelle der Sünde, die endgültig dem Verfall übergeben und verworfen werden muss, sondern sie glaubten fest an das, was der Gott der Bibel sagt, dass am Tag der Auferstehung auch der Körper aus der Hand des Todes wieder in die Hände von Jesus Christus zurückgelangt, der diesen in einer ursprünglichen Unverdorbenheit auferstehen lässt und in dem nicht mehr die Sünde und das Gesetz des Todes sein werden.

Die Kontakte der Verstorbenen

Abschließend noch einige Worte darüber, welche „Kontakte“ nach dem körperlichen Tod der Geist eines Verstorbenen haben kann. Es lohnt sich, die Frage in zwei Teile aufzuteilen. Man kann nämlich fragen, welche Kontakte der Geist eines Verstorbenen vor der Auferstehung und welche er nach der Auferstehung des Körpers haben kann. Darüber spricht die Bibel allerdings sehr wenig, offensichtlich deshalb, weil wir über die Begriffe, die zum Verständnis der Antwort notwendig sind, nicht verfügen, worauf auch 1Kor 2,9 hinweist. Was wir sicher wissen dürfen ist, dass die Persönlichkeit des Menschen nach dem Tod nicht vernichtet wird, d.h., dass auch das Ich-Bewusstsein als Teil der Seele erhalten bleibt. Sie wird sich wohl an Vieles erinnern, aber wegen des Todes des Körpers erlöschen die irdischen körperlichen Kontakte. Gleichzeitig gelangt die Liebesverbindung mit Gott mit all ihrer Schönheit, Freude und ihrem alle Vorstellungen übertreffenden Wert in den Vordergrund.

Der Himmel und unser Zustand dort werden diese göttliche Verbindung so beherrschen, dass bei dieser Verbindung das Bedürfnis der Seele nach allen sonstigen Kontakten verschwindend klein wird. Nach der Auferstehung dagegen gewinnen alle Seelen einen eigenen Körper zurück, der die äußeren Charaktermerkmale trägt, die er auch im Leben auf der Erde hatte. Allerdings wird alles von der Sündhaftigkeit gereinigt sein. Darum erkennen wir einander auch wieder. Unsere Verbindungen werden dann jedoch auch von keinerlei Sünden beschattet sein. Die Worte von Jesus in Mk 12,24-25 darüber, was nach der Auferstehung sein wird, weisen eindeutig darauf hin, dass die höchste Form der Beziehung nach der Auferstehung die Liebesverbindung mit Jesus Christus und damit mit Gott sein wird. Alle anderen Beziehungen werden nur sekundäre Bedeutung haben. Diese Aussagen können wir jetzt als unter weltlichen und verdorbenen menschlichen Koordinaten lebende Christen nur sehr schwer verstehen und uns nicht vorstellen. Wir können lediglich die Zusagen glauben.

Auch den modernen Menschen, der im Nihilismus gefangen ist und den Sinn des Lebens im Vergnügungskult sieht, beschäftigt zunehmend die Welt der Toten und die Frage des Kontaktes mit den Toten. Den an Jesus Christus glaubenden Menschen beschäftigt aber vielmehr die Auferstehung, das ewige Leben und die Verbindung mit dem Fürsten des Lebens, mit Jesus Christus. Und das ist ein sehr großer Unterschied.

Quellenangaben:

Die Bibel nach Martin Luthers Ubersetzung,
revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Die Bibel.de

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Bibelbund.de

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